05. April 2022

Menschensucht

Die Konstruktion der sozialen Ordnung hat ihre Störenfriede in den Simulakren gefunden. Die Ereignisse brauchen erst gar nicht zu streiken, denn sie finden nicht mehr statt. Ruchbar wird, dass wir Menschen in einem Gefängnis beheimatet sind und dabei nicht bemerken, dass wir die Gefangenen sind. Es gilt, Figuren und Szenen des Freiseins zu revitalisieren.


Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, den diffusen Grenzbereich zwischen Sucht und Zucht auszuleuchten und die gleitenden Übergänge und Überlappungen zwischen diesen beiden Bereichen aufzuzeigen. Den Mechanismen der Entmündigung wie auch der Kapitulation des Menschen an sich wird entschieden entgegengetreten. Dies gelingt, indem vergessene, ignorierte oder auch verloren gegangene (philosophische) Positionen aufgesucht werden. Sie sind es wert, wieder in Erinnerung gerufen zu werden, da deren Wiederentdeckung und Zusammenschau neue und ungewohnte Perspektiven ermöglichen. Michael Manfé fordert dazu auf, der Exteriorisierung aller Wahrnehmung Einhalt zu gebieten, damit das Leben nicht in einem Außen seiner selbst stattfindet.